Hua Hin Bahnhof
Ankunft in Hua Hin

Hua Hin Bahnhof
Der Bahnhof von Hua Hin

Hua Hin Palast
Der Palast von Hua Hin

Hua Hin weinprobe
Weinprobe

Fotos: Stefanie Bisping



Elefanten im Weinberg
In Hua Hin, dem Sommersitz der thailändischen Monarchen, kann man fürstlich speisen, sich königlich fühlen – und sogar Wein probieren.

Es raschelt in der Plastiktüte. Nicht, weil dort noch Leben wäre. Das Geräusch ist der Konsistenz des Inhalts geschuldet. Die gerösteten Insekten knistern, als wäre dies eine Tüte Chips. Doch ist die Hemmschwelle, hineinzugreifen und sich ein paar in den Mund zu stopfen, hier ungleich größer. Der von Thailändern geschätzte Snack ist gewiss gesund, reich an Proteinen und völlig frei von künstlichen Zusatzstoffen und Aromen. Man darf eben nur nicht allzu intensiv über sein Vorleben nachdenken. Also: Augen zu, Mund auf. Schlecht schmeckt der Grashüpfer nicht. Falls es überhaupt einer ist, die Dinger sind verdächtigerweise unterschiedlich groß, einige erinnern eher an Käfer – um das unschöne Wort "Kakerlake" zu vermeiden. Cross sind sie, würzig – tatsächlich wie gute Chips. Nur Größe und Anblick des Viehzeugs stehen dem ungeteilten Genuss im Weg. Das aber nachhaltig. Weg damit. Schließlich haben die Grashüpfer auf dem Nachtmarkt von Hua Hin nur wenige Cent gekostet.
Nach diesem kulinarischen Initiationserlebnis geht es steil bergauf. Die thailändische Küche gehört zu den besten der Welt, und wer es nicht darauf anlegt, bekommt es weder mit gerösteten Grashüpfern noch mit gegrillter Schlange zu tun.
Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert reisten Mitglieder der thailändischen Königsfamilie zum Baden und zur Jagd nach Hua Hin. Nicht unbedingt, weil Strände und Meer hier so unvergleichlich wären; beides ist auf Ko Samui oder Phuket attraktiver. Doch die Anreise mit Elefanten war mühsam, Hua Hin lag da gerade noch in realistischer Nähe zu Bangkok. Erst Rama VII. ließ die Eisenbahnlinie von Bangkok nach Hua Hin erbauen. Heute führt sie bis an die Grenze zu Malaysia. ..


zurück