doubtfull sound
Doubtful Sound



Fjordland Navigator


Ausflug mit dem Kajak

Fotos: Stefanie Bisping



Es wird Regen geben
Per Schiff durch die Nebelschleier des Doubtful Sound: Eine Reise in den größten und nassesten Nationalpark Neuseelands


Friedlich scheint die Sonne auf die drei kleinen Kirchen Manapouris. Alle sind entweiht. Sie wurden auf Lastern hergebracht und beherbergen nun zwei Cafés und den Friseursalon. Zu Füßen des gottlosen Städtchens liegt der gleichnamige See unter blassblauem Himmel. Lake Manapouri ist das Tor zum Doubtful Sound und sein Ufer der letzte Ort, an dem wir die Sonne sehen. Bereist wird der Fjord in drei Etappen. Per Boot erreicht man die westliche Spitze des Lake Manapouri. Von dort geht es mit dem Bus über den Wilmot Pass zum Deep Cove, dem Kopf des Fjords, der 40 Kilometer von hier in die Tasmanische See mündet. In Deep Cove beginnt die "Fjordland Navigator" ihre Fahrt durch den Fjord zum Meer.

James Cook war 1770 der erste Europäer, der die Mündung des Fjords erblickte und ihm den Namen Doubtful Harbour gab. Denn Cook zweifelte, ob der Wind reichen würde, seine Endeavour wieder hinauszusteuern, und entschied sich gegen den Abstecher. Auch das Klima wird dem Namen gerecht. Die Sonne lässt sich im gemäßigten Regenwald des Fjordlands selten blicken. Zur immerwährenden Feuchtigkeit gesellen sich unzählige Sandflöhe, deren Stiche heftig und lange jucken. Schicksalsergeben nennen Einheimische die Biester die Nationalvögel Neuseelands. "Es wird Regen geben", hatte schon die Besitzerin unserer angejahrten Ferienwohnung in Makarora gewarnt. Sie behält Recht. Kaum hat der kleine Dampfer "Fjordflyer" abgelegt, zieht sich der Himmel zu. Steil erheben sich dicht bewaldete Berge am Ufer, die Wolken sacken tiefer. Der Lake Manapouri und der Waiau River, der ihn mit dem Lake Te Anau verbindet, gehören zu den zahlreichen Drehorten der Verfilmungen des "Herrn der Ringe". Diese Landschaft braucht kein Make-up, um den Weg nach Mordor zu spielen...


zurück