Busseto, Heimat von Giuseppe Verdi


In der Altstadt von Ferrara


Kulinarische Errungenschaft der
Emilia Romagna: Parmesan

 



Der Gesang der Mücken
Wein und Verdi, köstlicher Schinken und würziger Parmesan sind die Begleiter auf der Reise durch die Po-Auen. Wer zumindest Teilstrecken auf dem Radweg „Destra Po“ zurücklegt, wahrt auch körperlich die Form

Schnurgerade erstreckt sich die Landstraße bis zum Horizont. Im Graben quaken Frösche, Reiher spazieren durch die Felder. Ab und zu kommt ein Auto vorbei, gelegentlich ein Radfahrer entgegen. Die Sonne steht tief, die Hitze des Tages löst sich auf. Die Landschaft ist so unspektakulär wie idyllisch: Schlanke Pappeln säumen die Straßen, hier und da ist ein Gehöft mit rotem Ziegeldach zwischen die Felder getupft. Menschliche Ansiedelungen sind höchstens Kleinstädte, eher aber Dörfer. Unmittelbar leuchtet ein, weshalb die Po-Ebene das meistberadelte Gebiet Italiens sein soll. Das Land ist flach. Aber man macht hier auch Entdeckungen, die bei schnellerem Tempo womöglich am Wegrand verborgen blieben.

Eine heißt Culatello: Hauchdünner Schinken, wunderbar duftend und so zart, dass er im Mund zu schmelzen scheint. Massimo Spigaroli stellt ihn auf seinem Gutshof Antica Corte Pallavicina im Sprengel Polesine Parmense in der Nähe von Busseto nach alter Tradition her. Dieser Schinken ist mit nichts zu vergleichen. Auch wenn die Menschen in Parma das nicht gerne hören. Der Koch und Bio-Bauer Spigaroli ist einer von nur 20 Herstellern, die Culatello nach strengen Vorgaben – von der Diät der Schweine bis hin zu den Fenstern im Lagerkeller, von denen die dem Po zugewandten stets offen sein müssen, damit der hereinziehende Flussnebel das Aroma präge - innerhalb eines genau festgelegten Gebiets in der Po-Ebene herstellen...

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